Rapid Eye Movements
Rapid Eye Movements (auf Deutsch: schnelle Augenbewegung) wird REM abgekürzt. Wer den Begriff REM schon einmal gehört hat, weiß, dass das mit Schlaf zu tun hat. In einer bestimmten Schlafphase bewegen sich die Augen schnell. Im Zusammenhang mit der schnellen Augenbewegung gehen andere körperliche Merkmale einher. Die Bewegungen der quer gestreiften Muskeln werden langsamer, sowohl Puls als auch Blutdruck steigen an. Die EEG -Tetawellen arbeiten zu dem Zeitpunkt mit einer Frequenz von ungefähr 4 – 8 Hz. Auffällig ist auch, dass in dieser Phase die Beta – Aktivität steigt, und zwar so hoch, wie es normal nur dann zu finden ist, wenn man wach ist. Die Dauer des REM macht bei Erwachsenen etwa 25 % des Schlafes aus. Diese 25 % sind am Ende des Schlafes zu finden.
Nach dem Einschlafen finden diese Phasen kaum statt. Erwiesen ist auch, dass die meisten Träume in den REM-Phasen stattfinden, an die man sich auch nach dem Aufwachen noch erinnern kann. Das Phänomen der Rapid Eye Movements wurde im Jahr 1953 von Professor Nathaniel zusammen mit seinem ehemaligen Schüler Eugene Aserinsky entdeckt. Sie untersuchten Probanden in der Universität in Chicago. Allerdings gibt es bei dem REM auch Störungen. Diese stehen meist in Zusammenhang mit Schlafstörungen. Eine Störung liegt dann vor, wenn die REM-Phase bereits innerhalb von ca. 25 Minuten eintritt, nachdem man eingeschlafen ist. Es ist oft mir Narkolepsie (plötzliches Einschlafen tagsüber in allen Situationen) verbunden. Doch auch gesunde Personen können in eine verfrühte REM-Phase kommen, nämlich dann, wenn sie unter Schlafentzug leiden.
Bislang ist noch nicht erwiesen, ob die Augenbewegung während eines Schlafes etwas mit Träumen zu tun hat. Wissenschaftler starteten Versuche mit Menschen, wie sie auf REM Schlafentzug reagieren. Viele der Probanden zeigten ein vermehrtes Hungergefühl, Aggressivität, Gedächtnisprobleme sowie Konzentrationsschwierigkeiten. Ein Versuch mit Tieren konnte nicht auf den Menschen übertragen werden, da die Tiere anders reagierten als Personen.
